Die Technik

3D-Betondruck ist die neue Technologie beim Bau von Gebäuden. Sie bringt Beton ohne den Einsatz einer Schalung in Form – schnell, sicher, kostengünstig und mit großer Designfreiheit. So dauert der Druck eines Einfamilienhauses durchschnittlich nur 48 Stunden, dank ganzheitlicher Planung in BIM sogar inklusive der Kanäle für Wasser- oder elektrische Leitungen. Das steigert die Effizienz auf der Baustelle, spart Zeit und Geld.

Die Revolution

Der 3D-Betondruck wird die Baubranche revolutionieren, auch weil er der Kreativität von Architekten und Bauherren kaum mehr Grenzen setzt:

Die Vorteile

Mit 3D-Betondruck bauen wir für Sie hochwertige Gebäude – zeitsparend und kostengünstig.

Planungssicherheit

Der Drucker verarbeitet alle Aufträge, die in einer gängigen CAD-Software erstellt wurden. So lässt sich seine Arbeitszeit und der Ablauf des Bauvorhabens exakt und verlässlich planen.

Kostenersparnis

Nur zwei Personen bedienen den Drucker. Dieser druckt alle Betonmischungen mit einer Geschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde. Für den Rohbau sind keine weiteren Gewerke erforderlich.

Schnellere Fertigstellung

Der Bauprozess läuft weitgehend automatisiert ab. Lange Trocknungszeiten oder Wartezeiten auf andere Gewerke entfallen.

Designfreiheit

Gerade oder geschwungene Wände, glatte oder raue Oberflächen, Überhänge – alles ist möglich.

Langlebigkeit

Gedruckte Gebäude sind widerstandsfähig und weit weniger anfällig als andere Bauweisen.

Nachhaltigkeit

Der 3D-Betondruck ermöglicht eine material- und kostensparende Bauweise, so dass möglichst keine Rohstoffe verschwendet werden. Er wirkt nachhaltig für Geldbeutel und Umwelt.

Der Prozess

Planung

Der Architekt erstellt seine Planung mit einer herkömmlichen CAD-Software.

01.

Aufbau

Der 3D-Drucker wird entweder auf der Bodenplatte oder auf Betonblöcken festgeschraubt. Die Auf- und Abbauzeit hängt von der Größe des Druckbereichs ab.

02.

3D-Druck

Für ein Einfamilienhaus benötigt der Drucker etwa 48 Stunden – einen Quadratmeter Hohlwand schafft er in fünf Minuten.

03.

Innenausbau

Der Innenausbau kann direkt im Anschluss an den Druckvorgang starten - ohne Trocknungszeit.

04.

Das gedruckte Mehrfamilienhaus

Das erste gedruckte Mehrfamilienhaus und gleichzeitig das größte gedruckte Haus Europas entsteht in Weißenhorn-Wallenhausen, südlich von Günzburg bei Ulm. Eine der fünf Wohnungen ist eine Musterwohnung, die besichtigt werden kann.

Erbaut im derzeit wohl modernsten Bauverfahren, dem 3D-Betondruck, ist die Form des Mehrfamilienhauses doch klassisch. So soll es sich optimal ins Ortsbild einfügen. Die Außenfassade wird gegen die Witterung versiegelt, bleibt aber eine Sichtbeton-Wand.

Der 3D-Betondrucker erledigt mehrere Arbeitsschritte auf einmal. So druckt er beispielsweise alle Kanäle und Aussparungen für Elektro- und Sanitärleitungen direkt mit. Für optimalen Schallschutz werden die Hohlwände mit Dämmung verfüllt.

Der Druck des Erdgeschosses des insgesamt 380 Quadratmeter großen Wohnhauses hat gerade einmal 22 Stunden gedauert. Die große Zeitersparnis ist eines von mehreren starken Argumenten für den 3D-Betondruck.

Die Zwischendecken zwischen den einzelnen Stockwerken sind Filigran-Stahlbetondecken. Sie werden auf die fertige Etage aufgelegt. Anschließend druckt der Betondrucker die Deckenrandschalung und die Zwischendecke wird von oben mit Ortbeton ausgegossen.

Das große Mehrfamilienhaus in Wallenhausen wurde innerhalb von sechs Wochen gedruckt - die reine Druckzeit lag bei 72 Stunden. Voraussichtlich im Juni 2021 werden die künftigen Bewohner in drei Zweizimmer- und eine Vierzimmerwohnung einziehen.

Eine vierte, gut 71 Quadratmeter große Zweizimmerwohnung wird als Musterwohnung eingerichtet. Hier können sich interessierte Bauherren und Architekten einen Eindruck von Gestaltungsmöglichkeiten und weiteren Vorteilen des 3D-Betondrucks verschaffen.

In der Musterwohnung bleibt eine komplette Wand unverputzt, um einen Einblick ins Innere der Struktur zu geben. In den Mietwohnungen bleibt als Stilelement nur ein kleiner Bereich ohne Putz – er wird durch einen transparenten Bilderrahmen zum Eyecatcher.

Aktuell findet im ersten 3-D-gedruckten Mehrfamilienhaus der Innenausbau statt. Auch er läuft dank Vorarbeit am Computer und durch den Betondrucker schneller als bei vielen konventionell gebauten Häusern. Noch sind die Fundamente, auf denen der Drucker stand, sichtbar.

Fensterläden aus Massivholz, eine Holzverschalung am Giebel und ein Dach in Biberschwanz-Deckung: Auch von außen ist das Mehrfamilienhaus so gut wie fertig. Ein großzügiger Garten mit zwei Terrassen und üppigem Grün wird zuletzt angelegt.

Wir drucken auch Ihre Zukunft.

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