Weißenhorn/Aalen, 14. April 2026. In Aalen entsteht derzeit ein zukunftsweisendes Einfamilienhaus im 3D-Druckverfahren. Mit dem Projekt zeigt die Rupp Gebäudedruck GmbH einmal mehr, wie moderner Wohnbau effizienter, präziser und nachhaltiger umgesetzt werden kann. Das zweigeschossige Einfamilienhaus mit Keller, Dachterrasse und Garage bietet auf insgesamt 224 Quadratmetern Wohnfläche Raum für neun Zimmer. Besonderes Augenmerk liegt auf einem durch den 3D-Druck optimierten Grundriss, der eine effiziente Raumaufteilung und hohe Flächenausnutzung ermöglicht.
Gedruckt wird das Gebäude mit dem eigenen Großformatdrucker COBOD BOD2 der Firma PERI 3D Construction. Mit einem Druckraum von bis zu 15 Metern Breite, zehn Metern Höhe und über 17 Metern Länge bietet das modulare System ideale Voraussetzungen für das Projekt. „Zwar haben wir beim Aufbau des Druckers eine etwas längere Rüstzeit gegenüber anderen Drucksystemen, bis alles steht. Aber einmal eingerichtet und kalibriert, leistet der Drucker zuverlässige und zügige Arbeit, auch bei großen Baufenstern“, erklärt Michael Oßwald, Geschäftsführer der Rupp Gebäudedruck GmbH. Gedruckt wird das Haus, das von einer Familie aus dem Ort in Auftrag gegeben wurde, mit genormtem Trockenbeton der Firma Sievert. „Die Verwendung des standardisierten Baumaterials ohne zusätzliche Additive markiert einen neuen Meilenstein in der Entwicklung unserer Technologie. Dieses Vorgehen ermöglicht einen effizienten, präzisen Druckprozess bei gleichbleibend hoher Materialqualität“, erklärt Oßwald. Der Rohbau schreitet dabei in beeindruckender Geschwindigkeit voran: Das Erdgeschoss wurde in lediglich sechs Arbeitstagen gedruckt, für das Obergeschoss sind sogar nur vier Arbeitstage vorgesehen. Insgesamt beträgt die Rohbauzeit rund sechs Wochen.
Ein wesentlicher Vorteil der Technologie des 3D-Gebäudedrucks liegt in der frühzeitigen Integration mehrerer Gewerke. So werden beispielsweise die Elektroinstallation, Wasser und Abwasser bereits in der Planung des Gebäudes berücksichtigt und der Drucker entsprechend programmiert. Während des laufenden Druckprozesses spart er dann einfach die Schächte für Leitungen und Rohre aus. „Das reduziert nachgelagerte Arbeitsschritte und steigert die Effizienz auf der Baustelle deutlich“, erklärt Michael Oßwand. „Denn während wir den Druck des ersten Obergeschosses beginnen, können im Erdgeschoss weitere Gewerke mit ihrer Arbeit beginnen.“
Auch beim Keller zeigt sich die Flexibilität des Verfahrens: Dieser wird teilweise aus vorgefertigten 3D-gedruckten Elementen erstellt und mit konventionellen Bauweisen kombiniert. Zudem wird das Aalener Einfamilienhaus im Schalensystem mit außenliegender Wärmedämmung nach EH55-Standard ausgeführt und erfüllt somit aktuelle Anforderungen an energieeffizientes Bauen. Auch die sehr gute Planbarkeit der benötigten Baustoffe trägt zur Nachhaltigkeit dieses Bauverfahrens bei. „Wir können sehr genau errechnen, wie viel Material wir brauchen und vermeiden so Überschuss und Materialverschwendung“, sagt Michael Oßwald. Architektonisch setzt das Projekt auf eine Kombination aus sichtbaren 3D-Druck-Strukturen und klassisch verputzten Oberflächen. „So entsteht ein spannender Materialmix, der die Technologie sichtbar macht, ohne auf bewährte Gestaltungsprinzipien zu verzichten. Das gefällt vielen unserer Bauherren besonders gut“, berichtet Anna Hanisch, Leiterin Architektur der Rupp Gebäudedruck GmbH.
Die komplette Planung und schlüsselfertige Umsetzung übernimmt beim Aalener Einfamilienhaus die Rupp Gebäudedruck, welche hier maßgeblich von der Rupp Gruppe unterstützt wird. Rupp Gebäudedruck verantwortet dabei die gesamte Abwicklung des 3D-Druckprozesses und die nahtlose Integration der Folgegewerke in den Bauablauf. „Für Bauherren eröffnet die Technologie des 3D-Gebäudedrucks ganz neue Möglichkeiten: kürzere Bauzeiten, präzise Ausführung und innovative Architektur und das alles bei gleichzeitig hoher Planungs- und Kostensicherheit“, fasst Jasmin Baur, Leiterin Schlüsselfertigbau bei Rupp Gebäudedruck, zusammen.